Durch Zufall bin ich durch einen Freund auf Tracks gestoßen, eine auf Ruby on Rails basierende Software zur Pflege von Aufgabenlisten nach dem GTD-Prinzip. GTD hat mir bis zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nichts gesagt, die Software erregte viel mehr mein Interesse auf Grund der Umsetzung mit RoR, meinem derzeitigen Favoriten.
Also habe ich im Rahmen der Installation auch ein par Recherchen zu “GTD” angestellt: GTD steht für “Getting Things Done”, einem Buch über Zeitmanagement von David Allen, dass zur stressfreien Produktivitätssteigerung führen soll. So zumindest der Untertitel. Ein bisschen googlen hat schnell gezeigt, dass die in diesem Buch vorgestellten Prinzipien speziell in der Blogosphäre ein beträchtliches Echo hervorgerufen haben und es sich schon fast ein Kult um GTD gebildet hat. Grund genug, sich die Prinzipien einmal genauer anzuschauen, wenn sie schon so toll sein sollen. Wäre ja genau das, was ich brauche.
Was aber bedeutet GTD jetzt genau für den Benutzer?
GTD liefert Methoden zur lückenlosen Erfassung aller Aufgaben, die man im privaten als auch beruflichen Bereich zu erledigen hat, die anschließend “abgearbeitet” werden. Das Besondere daran ist, dass immer nur die unmittelbar nächste Aufgabe betrachtet wird, so dass nie das Problem auftaucht, dass man sich vor lauter Arbeit nicht mehr “heraussieht”, bzw. zu nichts mehr kommt, weil man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Diese unmittelbare Aufgabe, die zur besseren Übersicht einem Kontext zugeordnet werden kann, wird nun nach einem von Allen vorgeschlagenem Vorgehen “abgearbeitet”.
Bei zeitzuleben.de findet man eine umfangreiche deutschsprachige Einführung, Wikipedia und 43folders.com liefern den Ausgangspunkt für englischsprachige Informationen zu dem Thema.
An Software, die speziell auf die Arbeit nach GTD ausgerichtet ist, gibt es verschiedene Implementierungen. Serverbasiert wäre nunächst das anfangs genannte Tracks zu nennen, des Weiteren gibt es ein Firefox Plugin GTDGmail, dass Google Mail für die Arbeit mit GTD “umfunktioniert”. Diese Liste ist natürlich bei Weitem nicht vollständig, es handelt sich lediglich um die zwei Programme, die ich mir angeschaut habe und die ich schon mal nicht schlecht fand.
Weitere Gedanken und Informationen zu GTD werden in nächster Zeit folgen, wenn ich mich mit den Konzepten selber noch vertrauter gemacht habe.